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Zahnprothesen für Wildkatzen mit Gebissproblemen

Unter dem Spruch „Scharfes Gebiss für zahnlosen Tiger“ möchte Fräulein Familienministerin Ursula von der Leyen ihren Gesetzentwurf durchbringen, der vorsieht Jugendliche als sogenannte „Testkäufer“ einzusetzten.
Soll heißen: Man bezahlt Jugendliche dafür, in einen Laden zu spazieren und Alk, Zigaretten oder „Gewaltvideos“ zu kaufen. Dann lässt die Polizei den Händler abführen, wenn der nicht nach dem Ausweiß gefragt hat.

Auszug von Tagesschau.de:

Von der Leyen ist der Meinung, dass die bisherigen Kontrollmöglichkeiten beim Verkauf von Alkohol und Tabakwaren viel zu lasch seien. „Wenn die Behörden nun mit 17-Jährigen in die Läden gehen, um gezielten Hinweisen auf Gesetzesverstößen nachzugehen, dann bekommt der zahnlose Tiger Jugendschutzgesetz endlich ein scharfes Gebiss“, sagte die Ministerin dem Blatt. Die Jugendlichen sollen auf keinen Fall allein Testkäufe tätigen können. Das gehe nur, wenn die Eltern einverstanden seien und die Minderjährigen von einem Mitarbeiter des Jugendamtes begleitet würden.

(Allerdings nicht wirklich zuverlässig, da mit dem „Blatt“ die Bild am Sonntag gemeint ist)

Was soll man davon jetzt halten?
Einerseits ist das meiner Meinung nach die einzige wirkungsvolle Methode das JuSchG durchzusetzen (wobei ich mich damit auch nicht in allen Fassetten anfreunden kann, vielleicht dazu später mehr im Blog).

Andererseits….
Mir kommt grad so ein dummer Spruch aus der Grundschule in den Sinn: Petze, Petze ging in Laden… ;)

Ich meine: Wer Alkohol an Kids weitergibt muss bestraft werden, aber Ich finde diese Art das rauszufinden ist ethisch genauso bedenklich…

Ich weiß auch nicht ab man danach ein sauberes Gewissen hat, wenn man jemanden Anzeigt, weil der es mit den Gesetzten nich ganz so ernst nimmt…
Und ob Kinder nun überhaubt in der Lage sind, dem Händler gegenüber dann ein astreines Pokerface zu zeigen ist ebenso fraglich.

Der Tagesspiegel sagt dazu:

Scharfe Kritik an dem Vorhaben kam unter anderem aus den Reihen der SPD. „Das grenzt an Kindesmissbrauch“, erklärte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gegenüber dem „Kölner Express“. Der Plan sei „völliger Unsinn“ und es stehe ohnehin in Frage, ob die Aussagen von Minderjährigen vor Gericht überhaupt verwendbar seien*. Auch der Deutsche Kinderschutzbund hält wenig von dem geplanten Gesetzentwurf. In den „Lübecker Nachrichten“ nannte es Bundesgeschäftsführerin Paula Honkanen-Schoberth „juristisch höchst bedenklich“, wenn Kinder zu verdeckten Ermittlern gemacht würden, die andere zu einer Straftat anstiften sollen. Sie sprach von einem „Angriff auf die Würde der Kinder“.

*Wie war das mit der Würde der Kinder?

Eine Umfrage auf Tagesschau.de zu diesem Thema ergab:

Für den Vorschlag von der Leyens: 1531 Stimmen, circa 52.2%

Dagegen, dass der Vorschlag umgesetzt wird.: 1342 Stimmen, circa 45.7%

Keine Meinung.: 61 Stimmen, circa 2.1%

(Die Seite merkte dazu an: Das Ergebnis dieser Umfrage ist nicht repräsentativ…
Wozu machen die die dann?)

PS: REKORD!!!
450 Wörter im einem Blogeintrag! Soviel schreib ich nichmal in der Schule :P
Das muss gefeiert werden! *Freu*^^

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